LÜFTUNGSTIPPS
Kondensatbildung auf der raumseitigen Oberfläche von Isolierglaseinheiten bzw. Rahmen
Kondensat
ist immer ein Problem, dass meist in der kalten Jahreszeit entsteht. Um
dieser Problematik schon im Vorfeld entgegen zu treten, haben wir für
Sie eine Dokumentation über Kondensat und Lüften zusammengestellt.
Grundsätzlich
kann Kondensatbildung auf der raumseitigen Oberfläche von
Isolierglaseinheiten bzw. von Rahmen auftreten. Man spricht hierbei
auch von Schwitzwasser- oder Tauwasserbildung. Diese Erscheinung darf
jedoch nicht mit Kondensation im Zwischenraum von Isolierglasscheiben
verwechselt werden.
Die Ursachen der Kondenswasserbildung auf
der inneren Oberfläche von Bauteilen (z. B. Isolierglaseinheiten,
Fensterrahmen) sollen nachfolgend erläutert werden.
Im Wohnbereich wird ständig Wasserdampf erzeugt. Man kann folgende Mengen annehmen:
Atemluft des Menschen:
Täglich erzeugte Menge 1-2 Liter
Kochen:
Täglich bis zu 2 Liter in einem 4 Personen Haushalt
Baden, Waschen der Wäsche, Blumengießen usw.:
Täglich bis zu 3 Liter in einem 4 Personen Haushalt
Diese Wassermengen befinden sich als unsichtbarer
Wasserdampf in der Luft. So kann beispielsweise 1 m³ Luft von 0 °C eine
Höchstmenge von nur 5 g (= 5 cm³) Wasserdampf enthalten.
Ist die
Raumtemperatur höher, kann die Luft mehr Wasser aufnehmen. So steigert
sich der Wasseranteil bei 20 °C bereits auf 17 g, bei 30 °C schon auf
30 g pro m³.
Ist jedoch die Höchstmenge an Wasserdampf in der
Luft enthalten, dann nimmt sie weiter keine Feuchtigkeit in Form von
Wasserdampf mehr auf. Man spricht in diesem Fall von gesättigter Luft.
Bei gesättigter Luft herrscht eine sogen. "relative Luftfeuchtigkeit"
von 100 %, d. h., dass in einem m³ Luft die jeweilige "Höchstmenge" an
Wasserdampf enthalten ist.
Bei 50 % relativer Luftfeuchtigkeit ist in einem m³ Luft erst die Hälfte der möglichen Höchstmenge enthalten.
Als
Beispiel sei ein Raum mit 15 m² Grundfläche und 2,5 m Höhe angenommen.
Es ergibt sich ein Volumen von rund 38 m³. Hat die Luft eine Temperatur
von 23 °C, dann "schwebt" in diesem Raum (bei 100 % Luftfeuchtigkeit)
fast 1 l Wasser in Form von unsichtbarem Wasserdampf. Gerät nun solche
"wassergeladene Luft" beispielsweise im Winter an eine kalte
Fensterscheibe, dann "kondensiert" der Wasserdampf und schlägt sich als
sichtbares Wasser an der Scheibe nieder. Die Kondensatbildung tritt
also dann auf, wenn die Raumluftfeuchtigkeit verhältnismäßig hoch und
die Oberflächentemperatur an der Scheibeninnenseite niedrig ist.
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